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Besuch bei Kraftverkehr Nagel
v. l.: Mentorin Dr. Elisabeth Danger (Benteler Automobiltechnik), Mentee Dr. Anja Edelmann (MediSeal Pharma Packaging Technology GmbH)


Frauen gehen in Führung

Halbzeit im 3. Jahrgang zum PePon-Mentoring

OWL, August 2009
. Das kommende Jahrhundert ist das Jahrhundert der Frauen – so prognostiziert es zumindest Deutschlands bekanntester Zukunftsforscher Matthias Horx. Frauen werden eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit des Landes spielen und entscheidend die aktuellen ökonomischen Herausforderungen beeinflussen.

„Wir haben eine Frauengeneration, die so gut qualifiziert ist, wie noch nie“, sagt Barbara Tigges-Mettenmeier, Leiterin des Frauen-Mentoring Projekts ‚PePon – Potenziale nutzen!’. 54% eines Abiturjahrganges sind weiblich und 50% der Hochschulabgänger sind junge Frauen. Diese Zahlen sprechen für Frauen, die Karriere machen wollen und aus volkswirtschaftlicher und betrieblicher Sicht von großer Bedeutung sind. Das vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW initiierte und geförderte PePon-Projekt greift diese Erkenntnisse auf und schafft insbesondere für den weiblichen Führungskräftenachwuchs bessere Chancen. 20 Unternehmen der freien Wirtschaft aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) mit je einer weiblichen Nachwuchskraft und 20 erfolgreichen Führungsfrauen als Mentorinnen hat die Paderborner Unternehmensberaterin Barbara Tigges-Mettenmeier im 3. Jahrgang des Mentoring-Projekts aktiv vernetzt. „Junge Nachwuchskräfte beseitigen mit erfahrenen Mentorinnen Stolpersteine auf dem Karriereweg. Das erste Halbjahr des Projekts ist erfolgreich verlaufen.“

Zwei Tage lang haben 36 Teilnehmerinnen aus Ostwestfalen-Lippe im Parkhotel in Bad Lippspringe die Halbjahresbilanz des Mentoring-Projekts gezogen. Sie diskutierten unterschiedliche Karrierewege, Konfliktstrategien im Job und Businessregeln. Ein zentrales Thema des zweitägigen Treffens waren erforderliche Rahmenbedingungen, um Kinder und Karriere in die richtige Balance zu bringen.

Frauen wollen sich nicht länger entscheiden zwischen Beruf und dem Leben mit Kindern – sie wollen beides: „Für meinen Mann und für mich war es immer klar, wir wollten unsere berufliche Karriere und eine Familie mit Kind vereinbaren.“ Daniela Emonts-Gast ist Senior Produkt Managerin bei Dr. Oetker, Mutter eines Sohnes und Mentorin im aktuellen PePon Jahrgang.

Acht der 20 Mentorinnen haben Kinder. Sie alle füllen eine Führungsposition aus, die ihnen ein hohes Maß an beruflichem Engagement abverlangt. In Bad Lippspringe haben diese Mentorinnen Hinweise zur Praxis gegeben.

Ergänzt hat den Erfahrungsaustausch ein Referat zu den Studien der Bertelsmann-Stiftung ‚Karrierek(n)ick Kinder: Mütter in Führungspositionen - ein Gewinn für Unternehmen’ von 2006 und ,Kinder und Karriere: Die neuen Paare’ von 2008. Die zentralen Ergebnisse decken sich mit den Aussagen der individuellen Karrieregeschichten der anwesenden Führungsfrauen:

Das dritte PePon-Projekt läuft noch bis Januar 2010.

 

Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Tigges-Mettenmeier | Personalmanagement